Schopf Karikatur
Fiktive Talkshow: Charles Darwin gegen Gott, Moderation Voltaire, 2006

Das Karikaturmuseum Krems würdigt mit der umfassenden Personale "Oliver Schopf. Nichts als die Wahrheit" einen Künstler, der mit jedem Strich Haltung zeigt. Im Februar eröffnete die große Ausstellung mit anschließender Signierstunde in Anwesenheit des Künstlers. Sie war der Auftakt zum 25-jährigen Jubiläum des einzigen Museums für satirische Kunst in Österreich.

"Oliver Schopf ist ein künstlerischer Tausendsassa! Scharfsinnige Karikaturen geben Einblick in seine Tätigkeit für die Tageszeitung Der Standard. Mit Werken zu prominenten Prozessen öffnet sich der Blick direkt in die faszinierende Welt der Gerichtszeichnungen. Ergänzt wird die Schau durch großformatige Aquarelle, Stillleben sowie Porträts von Schachgrößen, die einen abwechslungsreichen Ausstellungsbesuch versprechen",
so Gottfried Gusenbauer, künstlerischer Direktor und Kurator Karikaturmuseum Krems.

Oliver Schopf (*1960, Kitzbühel) ist vor allem als langjähriger Karikaturist der österreichischen Tageszeitung Der Standard bekannt. Seit 1988 kommentiert er mit scharfem Strich gesellschaftliche und politische Entwicklungen. Auch als Gerichtszeichner öffentlichkeitswirksamer Prozesse hat er eine eigene Meisterschaft entwickelt. Seine Werke sind präzise, pointiert und voller satirischer Tiefe. Sie erscheinen regelmäßig in internationalen Medien wie in Die Zeit, der Süddeutschen Zeitung, dem Tages-Anzeiger, dem Nebelspalter, Le Monde, The Guardian, El País, The Japan Times, dem Courrier international und bei CartoonArts International.

Von Donald Trump zu Helmut Elsner

Die Ausstellung im Karikaturmuseum Krems präsentiert mit rund 200 Originalen die zeichnerische wie thematische Vielfalt des gebürtigen Tirolers. Ob klassisch mit Tusche gezeichnet oder digital umgesetzt, sind Schopfs Karikaturen ein künstlerisches Kondensat aus Recherche und Witz. Wladimir Putin busselt in einer Zeichnung mit Xi Jinping und tanzt ein paar Bilder später mit „Peacemaker" Donald Trump. Mit „Wasted words" – wie auf der Karikatur zu lesen ist – kentert Songcontest-Sieger JJ.

Dort, wo Kameras nicht erlaubt sind, ermöglicht Schopf als Gerichtszeichner einzigartige Einblicke. Beim Ausstellungsrundgang lassen Besucher:innen bekannte Prozesse und ihre Aufreger Revue passieren. Helmut Elsner – von Schopf in Bermuda-Shorts gekleidet – sorgt für bitterböses Schmunzeln zum BAWAG-Prozess. Aus dem „BUWOG-Haus" grinst (nicht nur) Karl-Heinz Grasser.

Mit der charakteristischen Schopf'schen Pinsel-Farbklopftechnik ausgeführt, zeugen Schopfs Aquarelle visuell von besonderer Lebendigkeit und inhaltlich von so mancher Bausünde und weiterer Architekturkritik. Stillleben, Portraits berühmter Schachspieler:innen oder die „BilderGeschichten“ garantieren einen abwechslungsreichen Museumsbesuch.

Judikatur als Karikatur

In Kooperation mit der Stiftung Forum Verfassung werden zentrale Aufgaben des Verfassungsgerichtshofs anhand ausgewählter Karikaturen vermittelt. Texte und Bücher geben Einblick in Entscheidungen, den gesellschaftlichen Kontext sowie in Grundrechte und Grundprinzipien der Verfassung.

Artist Talk mit Oliver Schopf
08.11.2026, 15.00 – 16.00 Uhr

(Quelle: Karikaturmuseum Krems)

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