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| FRANK - Privatdetektiv mit Schuss |
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| Gedrucktes | Rezensionen | |
| Geschrieben von: kop | |
| Samstag, den 04. September 2010 | |
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Erik Andara ansonsten "nur" für die Artwork zuständig, zeichnet diesmal auch für den Text verantwortlich. Die Serie unterbricht in diesem Band die fortlaufende Handlung und erzählt den Werdegang eines Waisenjungen zu einem der erfolgreichsten Männer der USA des letzten Jahrhunderts. Ursprünglich reines Recherchematerial zur eigentlichen Geschichte fand die Story nun doch Platz in der Serie. Der Archetyp des Privatdetektivs, der im Alleingang die Widerwärtigkeiten seines sozialen Umfelds aus dem Weg räumt (und dabei auch noch cool aussieht) entstand in den 1930er Jahren und machte Humphrey Bogart weltberühmt. Seitdem wird der Charakter immer wieder gerne aufgegriffen um ihn mit den jeweils aktuellen Themen der Zeit zu konfrontieren. So lag etwa in den 70er Jahren der Schwerpunkt in den Abgründen der Psyche (China Town), während in den 1990ern das mystische Element Einzug in die Themenpalette hielt (Angel Heart).
Auf vier Hefte ist die Geschichte angelegt, wovon mir hier zwei Teile vorliegen, die die Themen der Serie bereits klar umreißen. Der Handlung ist beim schnellen Drüberlesen etwas schwer zu folgen, durch eine Rahmenhandlung, Rückblenden, innere Monologe und eine alte Legende als Seitenstrang zum Plot wird sie immer in Bruchstücken dem Leser vorgesetzt. Insgesamt ist der grobe, rauhe Stil Andaras expressionistisch angelegt, was wohl durchaus im Sinne der Geschichte liegt. Die Artwork wirkt aber zu Beginn noch etwas unbeholfen, manchmal scheinen die Figuren trotz aller Schraffuren und Schlagschatten flächig, der Haltung und der Bewegung fehlt es dabei an Dynamik. Beim Lesen ist permanent spürbar, wie sich die beiden Autoren bei ihrer Arbeit auf Neuland begeben. Der Comic als Ausdrucksform bietet ungeahnte Möglichkeiten, und langsam werden diese während des Schaffensprozesses ausgelotet. Man darf gespannt sein, wohin die Reise führen wird. Alle Bände sind in gut sortierten, wiener Comicfachhandlungen und auf Pictopia für je vier Euro zu erstehen.
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Vor Kurzem ist mit einiger Verspätung der dritte Band der eng an amerikanische Comic-Books angelehnten österreichischen Serie um einen Privatdetektiv erschienen.
Der Werbetexter und Zeitungsredakteur Christian Schreiner und der Tätowierer Erik R. Andara versuchen sich nun in ihrem Erstlingswerk an diesem zeitlosen Genre der Detektivgeschichte. Ungewohnt und überraschend beginnt die Story in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher. In Rückblenden erzählt der Protagonist des Comics, ein Privatdetektiv names Frank aus dem NewYork der 1940er Jahre, seinen Weg dorthin: