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*TV-Sendung geht in die zweite Runde*



05. Februar 2010
von Philip Kopera 

Am 8. Februar war es wieder soweit. Die mittlerweile zweite Ausgabe unseres Fernsehmagazins ging um 21:30 auf Sendung, und wurde dann eine Woche lang zu alternierenden Zeiten ausgestrahlt.
Wie versprochen will ich nun ein bisschen Hintergrundinfo schreiben, ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern, wie man so sagt.

Begonnen hat alles vor circa einem halben Jahr bei einem der vielen Comic-Zeichner-Stammtische im Café Rüdigerhof. Walter Fröhlich sitzt mir gegenüber und erzählt von dem Entschluss seine monatliche Sendung "KA-PUFF", die er beim wiener TV-Kanal OKTO seit Jahren produziert, einzustellen. Das Projekt benötigt viel Zeit, Zeit die ihm für andere Projekte fehle. Er sucht jemanden, der die Sendung übernimmt, und er dachte dabei an mich.

Nun, ich bin tendentiell ein "Nein-Sager", da hat man's später leichter seine Meinung zu ändern, aber in diesem Fall sagte ich sofort zu. Wann bekommt man schon die Chance eine Fernsehsendung zu gestalten, und ich befürchtete, wenn ich zu lange überlege, schnappt mir das jemand weg.

Zuerst holte ich mir meinen Bruder Christoph Kopera als Partner. Genauso filmverliebt wie ich, teilen wir uns seitdem die Arbeit an der Sendung. Danach wurde die Sendefrequenz auf zwei Monate ausgedehnt. So wollten wir sichergehen, das Arbeitspensum niedriger zu halten. Nach ein paar obligatorischen Einführungskursen in Sachen Kamera und Schnittplatz ging's dann wirklich los.

Anmoderation+
Comicbörse+
FRANK-Interview+
 

Für die Produktion einer Sendung bei OKTO stehen zwei Kameratypen zur Auswahl. Eine handliche SONY, ideal zu schultern, aber mit etwas schlechterer Bildqualität als die große, komplizierte JVC-Kamera. Trägt man die im Rucksack, hat man das Gefühl ein Hobbit klammert sich um den Buckel, so schwer ist die. Ohne Auto-Focus ist sie alleine praktisch nicht zu bedienen, wie ich bei einem Interview frustriert feststellen musste.

Zur Nachbearbeitung, der sogenannten "Post-Production" steht uns ein nigelnagelneuer MAC-Computer zu Verfügung, so kompakt, das er im Monitor(!) Platz hat. Es gibt insgesamt fünf Schnittplätze im Produktionsgebäude, kleine Kammern mit je zwei Ventilatoren im Kampf gegen die große Wärmeentwicklung der Hardware. Die Softwarelösung bei OKTO heißt "Final-Cut", der Support ist für anfallende Fragen stets zu Diensten.
Trotz der vielen Ünterstützung war der Arbeitsaufwand für die erste Sendung höher als erwartet. Je 40 Stunden investierten Christoph und ich für insgesamt 27 Minuten sendefähiges Material.

Vor kurzem unterschrieb ich als Produktionsleiter den Vertrag für ein Jahr. Viele kreative Köpfe, die von dem Projekt erfahren, bekunden bereits ihr Interesse an einer Mitarbeit. Soviel zum allgemeinen Teil.

Comicinsel No.2

Der erste Beitrag ist eine kurze Vorstellung des monatlichen Comic-Zeichner-Stammtisches in Wien. Danach senden wir einen Bericht über die "Reprodukt-Comic-Party" in der Buchhandlung "Phil" im Rahmen der "Buchmesse Wien 09". Dabei präsentieren die beiden deutschen Comiczeichner Mawil und Sascha Hommer die Zeichnerszene in Deutschland und ihre letzten Veröffentlichungen.
Die Musikuntermalung bestreiten dabei Dave Brubeck mit "TakeFive" und Luis Armstrong mit "Stardust".

Ab Montag in ganz Wien über UPC zu sehen.

Sendetermine (okto) / Comicinsel-Blog (okto)

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