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| Prinz Eisenherz auf der Bühne |
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| Events | International | |||
| Geschrieben von: kop/pressetext | |||
| Montag, den 30. Januar 2012 | |||
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Die "Schauburg", Münchens Kinder und Jugendtheater bringt nun eine dramatisierte Version des Bestsellers auf die Bühne. Die Idee, den bekannten Abenteuer-Comic „Prinz Eisenherz“ zu adaptieren, scheint zwar einerseits zum Scheitern groß, ist aber andererseits aufgrund des Sujets auch unheimlich reizvoll. Vor allem die Aufgabe, aus einer Fülle von insgesamt 84 auf deutsch erschienenen Comic-Heften eine in sich abgeschlossene Handlung für die Länge eines Theaterabends zu destillieren, war eine große Herausforderung. Der Regisseur Peer Boysen wird sich in den nächsten Jahren auf die Spuren von Prinz Eisenherz machen und dessen Abenteuer in mehreren Teilen als großes Heldenepos inszenieren.
So kann die römische Antike Handlungszeit sein, aber auch das Mittelalter. Man besucht mit dem Prinzen Amerika und Asien. Man sieht Burgen und Ritterrüstungen, wie sie eigentlich erst um 1200 üblich waren. Ob Gralssuche, Hunnen, Sachsen, die Königin von Saba, Wikinger, römische Feldherren, Merlin, Camelot, Arthur u.v.m., es gibt annähernd keine Epoche und keine historische Figur innerhalb der ersten ˜1200 Jahre n. Chr., die der Prinz nicht aufgesucht hätte oder deren Lebensweise von Foster nicht beschrieben worden wäre. Und der Prinz selbst: Von Foster als ein Prinz der Wikingerzeit beschrieben, könnte er als solcher historisch betrachtet gar nicht im 5. Jhd. n. Chr. gelebt haben, sondern mindestens erst 300 Jahre später, ab dem Beginn der Wikingerzeit. Durch diesen historischen Mix entsteht ein unglaublich beeindruckendes Historiengemälde, eine Art historische Anthologie der Menschheit ab ca. dem Beginn der Zeitrechnung bis ins Hochmittelalter hinein. Man kann sagen, dass Hal Foster mit der Erfindung von Prinz Eisenherz und seinen Abenteuern „In the days of King Arthur“, trotz poetischer Umgestaltung der sogenannten historischen Artussage, genau jene historischen Sagen und Geschichten für viele Generationen überhaupt erst erhalten hat. Mitte Februar 2012 wird bereits der zweite Teil des Bühnenepos zur Aufführung gebracht. Wer den ersten Teil verpasst hat, kann ab dem 17. Februar mit dem fünfstündigen Prinz Eisenherz Double Feature das Versäumte nachholen.
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Wer kennt ihn nicht, den abenteuerlustigen "Prinz von Thule" mit der etwas eigenwilligen Haartracht? Hal Fosters Heldenepos war und ist bis heute eines der meistgelesenen Mittelalter-Comics, und wurde auch bereits mehrfach verfilmt.
Wir schreiben das 5. Jhd. n. Chr. Das römische Reich ist untergegangen. Das neue christliche Zeitalter ist nicht mehr als ein Versprechen auf ein besseres Leben. In diese Zeit mischt der Autor nun Figuren, Handlungen und Lebensweisen sehr fantasievoll aus vergangenen und darauffolgenden Jahrhunderten hinein.