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| Walter Moers Ausstellung |
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| Events | International | |||
| Geschrieben von: pressetext | |||
| Samstag, den 01. Oktober 2011 | |||
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Ein Universum der Sonderklasse, das sich die Literatur und das Lesen, das Spiel mit Worten und Sätzen, zu einem seiner Hauptthemen auserkoren hat. Die Bilder zu diesem eigenwilligen Phantasiereich geben einen tiefen Einblick in die Vorstellungskraft des doppelbegabten Autors und zeigen, ebenso wie seine Texte, ein großes Repertoire an kunsthistorischem wie eben auch literarischem Wissen. Der Leser (und in der Ausstellung der Besucher) begibt sich auf eine phantastische Reise, auf der viele Rätsel zu entschlüsseln sind: wer war noch mal Ojahnn Golgo van Fontheweg und was hat es mit Anagrom Ataf auf sich?
Neben diesen Arbeiten fürs Fernsehen wurde Moers durch seine Comics, insbesondere Das kleine Arschloch, bekannt. Als „die Figur der 90er Jahre“ bezeichnet, traf der Jugendliche mit den schlechten Manieren genau den Zeitgeist. Moers stellte ihm später den alten Sack zur Seite, der in seinem Rollstuhl vor allem das Sterben thematisierte. Ein reduzierter Zeichenstil mit riesigen Nasen ist hier Moers Markenzeichen. Zwei Filmdrehbücher wurden von ihm zu diesen Figuren geschrieben, wobei er für den ersten Arschloch-Film die ‚Goldene Leinwand’ verliehen bekam. Ende der 1990er Jahre wendet er sich vom Comic ab, nur Adolf – Der Bonker wird danach noch, von einem Musikvideo begleitet, gezeichnet. Erstmals widmet sich nun eine Ausstellung dem Werk des 1957 in Mönchengladbach geborenen Zeichners und Autors Walter Moers in all seinen Fassetten. In seinen 7 ½ Leben hat er Erstaunliches geschaffen. Dabei ist ihm ein unerschöpflicher Figurenreichtum ebenso zu Eigen wie ein exzessives Sprachspiel – beides kann bis zum 8. Jannuar 2012 in der Ludwiggalerie (D, Oberhausen) in Originalen studiert werden. Weit über 100 Werke in Form von Zeichnungen, Skizzen, Gemälden, Skulpturen, Puppen, Filmen, darunter auch unveröffentlichte Werke, stellen einen der wichtigsten Geschichtenerfinder Deutschlands in seiner medialen Breite vor, dessen museale Präsentation seit langem überfällig ist.
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Archiv


Die Lügengeschichten des Käpt’n mit dem blauen Pelz sind ebenso legendär wie die politisch unkorrekten Verhaltensweisen des Jungen, der das
Das große Interesse am Spinnen von Seemannsgarn hat Walter Moers bereits bei einer seiner ersten Figuren, dem